Altersvorsorge
Die Zahl im Rentenbrief ist nicht die, die ankommt.
In der Renteninformation steht ein Bruttobetrag. Davon gehen Kranken- und Pflegeversicherung ab, dann die Steuer. Was übrig bleibt, ist die Zahl, mit der du rechnen musst — und die steht in keinem Brief. Ich habe einen Rechner gebaut, der sie offenlegt. Ohne Anmeldung, mit vollem Rechenweg.
- Netto von der Rente
- rund 80 % der Bruttorente
- Sparrate
- richtet sich nach Lücke und Jahren
- Startzeitpunkt
- so früh wie möglich
- Erster Schritt
- Bestand sortieren, nicht kaufen
Worum es geht
Warum die Renteninformation trügt
In der Renteninformation steht ein Bruttobetrag. Davon gehen ab: 7,3 % Krankenversicherung plus halber Zusatzbeitrag, 3,6 % Pflegeversicherung — bei Kinderlosen 4,2 %. Und dann die Steuer, deren Anteil jedes Jahr um einen halben Prozentpunkt steigt. Wer 2058 oder später in Rente geht, versteuert 100 Prozent seiner Rente.
Von 1.700 € Bruttorente bleiben so real oft unter 1.400 €. Das ist die Zahl, mit der du rechnen musst — nicht die aus dem Brief. Der Unterschied ist kein Rundungsfehler, sondern der Betrag, um den die meisten ihre Vorsorge zu klein planen.
Dazu kommt die zweite Falle: Das Rentenniveau von 48 % gilt für einen Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren. Es ist eine Rechengröße für einen Musterfall, keine Zusage an dich. Wer studiert hat, in Elternzeit war, Teilzeit gearbeitet hat oder selbstständig war, liegt darunter — oft deutlich.
Und die dritte, die kaum jemand einrechnet: die Inflation. Zweihundert Euro fühlen sich in dreißig Jahren anders an als heute. Deshalb rechne ich konsequent in heutiger Kaufkraft. Das ist unangenehmer, weil die Zahlen kleiner aussehen — aber es ist die einzige Darstellung, die ein Mensch einordnen kann.
48 %
Rentenniveau
des Durchschnittsverdienstes — brutto, vor Steuer und Krankenkasse. Und der Wert gilt für 45 Beitragsjahre mit Durchschnittsverdienst. Wer studiert hat, in Elternzeit war oder Teilzeit gearbeitet hat, liegt darunter.
Quelle: § 154 Abs. 3 SGB VI, Haltelinie bis 2031 (2025-01-01, geprüft 2026-08-07)
Was von der Zahl im Rentenbrief übrig bleibt
Beispiel: 38 Jahre alt, 48.000 € brutto, Rentenbeginn mit 67. Die Renteninformation nennt den obersten Wert — auf dem Konto landet der unterste.
41,6 Entgeltpunkte × 42,52 € Rentenwert. Ein Entgeltpunkt entsteht pro Jahr mit Durchschnittsverdienst (51.944 €).
12,35 % gehen direkt ab: 7,3 % Krankenversicherung, 1,45 % halber Zusatzbeitrag, 3,6 % Pflege — bei Kinderlosen 4,2 %.
Bei Rentenbeginn 2055 sind 98,5 % der Rente steuerpflichtig (§ 22 EStG). Ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 %.
Quelle: §§ 22 EStG, 154 SGB VI; Beitragssätze § 249a SGB V und § 55 SGB XI. Eigene Rechnung mit dem Rechenkern dieser Seite (lib/rentenluecke.ts), Werte aus lib/rechtswerte.ts. Deine Zahlen weichen ab — der Rechner rechnet sie durch.
Leistung im Klartext
Was drin ist — und was nicht.
Kein Prospekt, sondern die Aufteilung, die im Schadenfall zählt. Der letzte Block ist der wichtigste: Was nicht versichert ist, erfährt man sonst erst, wenn es zu spät ist.
Im Vertrag enthalten1
Die gesetzliche Rente ist die Grundlage, nicht der Gegner
Sie entsteht aus Entgeltpunkten mal dem aktuellen Rentenwert (42,52 €) und wird jährlich an die Löhne angepasst — sie wächst also mit der Inflation mit. Das kann kein privater Vertrag mit fester Rente. Unsicher ist nicht die Auszahlung, sondern die Höhe im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten. Deshalb ist Vorsorge kein Misstrauen gegen den Staat, sondern Vorsicht bei der Höhe.
Muss man aktiv dazunehmen3
Betriebsrente: mindestens 15 Prozent Zuschuss sind Pflicht
Seit 2022 muss der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung mindestens 15 Prozent zuschießen (§ 1a Abs. 1a BetrAVG), viele Firmen geben mehr. Dazu spart der Beitrag Steuern und Sozialabgaben — netto kostet der Vertrag also weniger, als eingezahlt wird. Wer das nicht nutzt, verzichtet auf Geld, das ihm zusteht. Der Haken kommt später: Die Betriebsrente ist voll steuerpflichtig und in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragspflichtig. Das gehört in die Rechnung, macht sie aber selten kaputt.
Riester: hängt an Kindern, nicht am Einkommen
Die Grundzulage beträgt 175 € pro Jahr, für jedes ab 2008 geborene Kind kommen 300 € dazu. Diese Zulagen sind unabhängig vom Verdienst — deshalb ist Riester bei Familien mit mehreren Kindern oft die beste Rendite überhaupt, und bei Gutverdienern ohne Kinder meist nicht. Der schlechte Ruf kommt von teuren Altverträgen und der vollen Besteuerung in der Auszahlungsphase. Beides ist prüfbar, statt pauschal zu urteilen.
Rürup: der Weg für Selbstständige mit hoher Steuerlast
Die Beiträge sind seit 2023 vollständig als Sonderausgaben absetzbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Bei hohem Steuersatz übernimmt das Finanzamt damit einen erheblichen Teil des Beitrags. Der Preis dafür ist Unbeweglichkeit: keine Kapitalauszahlung, keine Kündigung, keine Vererbung außer über Zusatzbausteine, Auszahlung ausschließlich als lebenslange Rente. Für jemanden ohne gesetzliche Absicherung ist genau das oft richtig.
Sinnvoll für manche2
ETF-Sparplan: höchste Beweglichkeit, keine Förderung
Kein Vertrag, keine Zulagen, kein Steuervorteil beim Einzahlen — dafür jederzeit anpassbar und mit den niedrigsten Kosten. In der Auszahlung greifen Abgeltungsteuer und Teilfreistellung. Sinnvoll, wenn Beweglichkeit wichtiger ist als Förderung und du Schwankungen aushältst. Wer bei jedem Kurseinbruch verkauft, sollte diesen Weg nicht gehen — das ist keine Charakterfrage, sondern eine ehrliche Selbsteinschätzung.
Fondsgebundene Rentenversicherung: Steuervorteil gegen Kosten
Umschichtungen innerhalb des Vertrags sind steuerfrei, und bei Auszahlung ab 62 nach zwölf Jahren Laufzeit ist nur die Hälfte des Ertrags steuerpflichtig. Dagegen stehen die Vertragskosten. Ob sich das rechnet, entscheidet die Laufzeit: Bei zwanzig Jahren plus kann der Steuervorteil die Kosten schlagen, bei zehn Jahren fast nie. Das rechnen wir konkret, nicht nach Gefühl.
Ausdrücklich nicht versichert3
Eine Garantie auf Kaufkraft gibt es nirgends
Garantiert wird immer ein nominaler Betrag: „ab 2056 mindestens 300 € monatlich“. Was diese 300 € dann kaufen, garantiert niemand. Bei 2 Prozent Inflation über 30 Jahre entspricht das rund 165 € heutiger Kaufkraft. Deshalb ist im Rechner ein Inflations-Regler eingebaut, und deshalb sind Garantien teurer, als sie wirken: Sicherheit kostet Rendite, und Rendite kostet Nerven. Diese Abwägung entscheidest du, nicht ich.
Steuerfrei ist keiner dieser Wege in der Auszahlung
Gesetzliche Rente, Betriebsrente, Riester und Rürup werden im Alter versteuert — das ist Systematik, nicht Kleingedrucktes: Was beim Einzahlen unbesteuert bleibt, wird beim Auszahlen erfasst. Der Vorteil liegt darin, dass der Steuersatz im Alter meist niedriger ist als im Berufsleben. Wer mit „steuerfrei“ argumentiert, hat entweder den Kapitalwahlvertrag gemeint oder die Auszahlungsphase nicht angesehen.
Die beste Altersvorsorge
Es gibt sie nicht, nur eine passende. Bei 25 Jahren Restlaufzeit ist der Weg ein anderer als bei acht, bei drei Kindern ein anderer als bei keinem, bei Selbstständigkeit ein anderer als im Angestelltenverhältnis. Wer dir ein Produkt nennt, bevor er deine Lücke, deine Restlaufzeit und deinen Bestand kennt, verkauft — er berät nicht.
Eine Lücke, komplett durchgerechnet
38 Jahre alt, 48.000 € brutto, Rentenbeginn mit 67, Bedarf 80 % des heutigen Nettos. Alle Beträge in heutigem Geld — sonst kann sie niemand einordnen.
Es gibt keine private Vorsorge und keine Betriebsrente. Gerechnet wird, wie viel monatlich fehlt, wie viel Kapital das über die Rentenzeit bis 90 bedeutet und welche Sparrate ab heute nötig wäre. Die Ansparphase rechnet mit 1,96 % realer Rendite: 4 % Rendite minus 2 % Inflation.
- Heutiges Netto
- 2.671 €
- Bedarf im Alter (80 %, in heutigem Geld)
- 2.137 €
- Gesetzliche Rente netto
- −1.456 €
- Monatliche Lücke
- 681 €
- Kapital, das sie bis 90 schließt
- 150.494 €
- Nötige Sparrate ab heute
- 321 €
Die Lücke liegt bei 32 % des Bedarfs — nicht bei ein paar Euro. Und die Sparrate von 321 € ist keine Verkaufszahl, sondern das Ergebnis einer Kapitalrechnung: 150.494 € über 29 Jahre bei 1,96 % real. Wer eine höhere Rendite ansetzt, kommt auf weniger; wer die Inflation ignoriert, kommt auf viel zu wenig. Genau deshalb ist im Rechner ein Inflations-Regler eingebaut, statt einer versteckten Annahme im Code.
Quelle: Eigene Rechnung mit lib/rentenluecke.ts, Rechtswerte aus lib/rechtswerte.ts (Rentenwert 42,52 €, Durchschnittsentgelt 51.944 €, Besteuerungsanteil § 22 EStG). Entnahmerendite 2 % real, Kapitalverzehr bis Alter 90. Rendite und Inflation sind Annahmen, keine Zusagen.
Rechner · kostenlos, ohne Anmeldung, keine Mailadresse
Rentenlücken-Rechner: was am Ende wirklich ankommt
Echte Rentenformel, Abzug von Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer, Inflations-Regler — jeder Schritt aufklappbar und mit Paragraf belegt
Wie ich arbeite
Was konkret passiert.
Erst rechnen, dann reden
Nutze den Rechner auf dieser Seite. Er arbeitet mit der echten Rentenformel — Entgeltpunkte mal Rentenwert — und zieht Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer ab. Der komplette Rechenweg ist aufklappbar, damit du nachvollziehen kannst, wo jede Zahl herkommt. Ohne Anmeldung, es wird nichts übertragen.
Bestand sortieren, bevor irgendetwas Neues kommt
Häufigster Fund: drei halbe Verträge, die sich überschneiden und zusammen wenig bringen. Bevor wir etwas anfangen, schauen wir, was schon da ist — auch alte Lebensversicherungen, die manchmal überraschend gut sind. Bring die Standmitteilungen mit, dort steht die garantierte Rente. Wichtig: Das ist ein nominaler Zukunftsbetrag, den rechnen wir auf heutiges Geld herunter.
Förderung prüfen, die dir zusteht
Riester lohnt sich vor allem bei Kindern, weil die Zulagen unabhängig vom Einkommen sind. Bei Selbstständigen mit hoher Steuerlast ist oft Rürup interessant. Und wenn dein Arbeitgeber eine Betriebsrente anbietet, sind mindestens 15 Prozent Zuschuss Pflicht — das ist der Teil, bei dem Nichtstun am meisten kostet.
Rentenbeginn durchrechnen, nicht nur wünschen
Jeder Monat vor der Regelaltersgrenze kostet 0,3 % dauerhaft, jeder Monat später bringt 0,5 %. Wer mit 63 statt 67 geht, verliert 14,4 Prozent für den Rest des Lebens. Das kann richtig sein — aber es sollte eine Entscheidung sein und keine Überraschung. Abschläge lassen sich durch Sonderzahlungen ausgleichen, das rechnen wir mit.
Erst dann über Produkte sprechen
Wenn Lücke, Restlaufzeit, Bestand und Förderung stehen, ergibt sich der Weg fast von selbst. Sicherheit kostet Rendite, Rendite kostet Nerven — diese Abwägung nimmst du vor, nicht ich. Meine Aufgabe ist, dass du weißt, was du entscheidest.
Aus der Praxis
Sechs Fehler, die richtig Geld kosten.
Das sind die Dinge, die ich am häufigsten sehe. Lies sie durch — auch wenn du danach nicht anrufst, hast du etwas davon.
Mit der Bruttorente rechnen
Der häufigste Denkfehler, und er kostet am meisten. Rechne mit 80 bis 85 Prozent der Bruttorente, dann kommst du der Wahrheit näher. Bei Rentenbeginn ab 2058 sind es weniger, weil dann die volle Steuer greift. Im Beispiel oben sind aus 1.768 € brutto 1.456 € netto geworden — 312 € Unterschied, jeden Monat.
Die Inflation ignorieren
Aus dem Rechner dieser Seite: 300 € garantierte Rente ab 2056 sind bei 2 Prozent Inflation heute rund 169 € wert, bei 3 Prozent nur 122 €. Wer nominale Vertragswerte mit heutigen Kosten vergleicht, plant seine Vorsorge um den Faktor zwei zu klein. Deshalb rechnet der Rechner alles in heutigem Geld und hat einen Inflations-Regler, damit die Annahme sichtbar ist statt im Code zu stecken.
Auf den richtigen Moment warten
Der teuerste Fehler nach dem Bruttodenken, weil er sich nicht nachholen lässt. Wer mit 25 anfängt, zahlt für 150.000 € selbst 96.734 € ein; wer mit 45 anfängt, 120.087 € — bei mehr als doppelter Rate. Der Zinseszins braucht Zeit, und Zeit ist der einzige Faktor, den man nicht kaufen kann.
Zu früh in Rente wollen, ohne die Kosten zu kennen
Jeder Monat vor der Regelaltersgrenze kostet 0,3 Prozent Abschlag — dauerhaft, nicht nur bis 67. Wer mit 63 statt 67 geht, verliert 14,4 Prozent seiner Rente für den Rest des Lebens, und die Abschläge wirken auch auf die Hinterbliebenenrente. Das ist manchmal die richtige Entscheidung, aber man sollte sie kennen.
Riester ohne Prüfung wegwerfen
Riester hat einen schlechten Ruf, ist aber bei Familien mit mehreren Kindern oft die beste Rendite überhaupt — 300 € Zulage je Kind sind vom Einkommen unabhängig. Bei Gutverdienern ohne Kinder sieht es anders aus. Pauschalurteile in beide Richtungen sind hier falsch: Es ist eine Rechnung, kein Glaubensbekenntnis.
Einen laufenden Vertrag kündigen, statt ihn zu prüfen
Kündigen ist fast immer die schlechteste der möglichen Entscheidungen: Abschlusskosten sind bezahlt, der Rückkaufswert liegt oft unter der Einzahlung. Beitragsfrei stellen, herabsetzen, ruhen lassen oder — bei Altverträgen — bewusst behalten sind meist besser. Policen von vor 2005 haben teils vier Prozent Garantiezins und steuerfreie Erträge. Die kündigt man nicht, die behält man.
Was Warten kostet — dasselbe Ziel, vier Startzeitpunkte
Alle vier sparen auf 150.000 € in heutigem Geld, bei 1,96 % realer Rendite. Interessant ist nicht die Rate, sondern die letzte Zeile: wie viel davon man selbst einzahlen muss.
mit 25 anfangen
192 € im Monat
42 Jahre Laufzeit. Selbst eingezahlt werden 96.734 € — der Rest von rund 53.000 € kommt aus der Rendite. Das ist der ganze Vorteil des frühen Starts, und er lässt sich später mit keinem Betrag nachkaufen.
mit 35 anfangen
281 € im Monat
32 Jahre. Die Rate steigt um 46 Prozent, die Einzahlung auf 107.949 €. Noch gut machbar, aber der Zinseszins trägt schon deutlich weniger.
mit 45 anfangen
455 € im Monat
22 Jahre. Jetzt sind 120.087 € aus eigener Tasche fällig — vier Fünftel des Ziels. Ab hier werden Steuervorteile und Förderung wichtiger als die Rendite, weil die Zeit fehlt.
mit 55 anfangen
925 € im Monat
12 Jahre. 133.166 € selbst einzahlen für 150.000 € Kapital: Sparen statt Anlegen. Es ist nicht zu spät, aber der Weg ist ein anderer — meist über garantierte Bausteine, Sonderzahlungen in die gesetzliche Rente und die Steuer.
Quelle: Eigene Rechnung: Rate = Ziel × i / ((1+i)^n − 1) mit i = 1,96 % / 12 real (4 % Rendite bei 2 % Inflation, Fisher). Rendite ist eine Annahme, keine Zusage.
Was es kostet
Was kostet eine Altersvorsorge?
ab 25 € im Monat
Untergrenze, ab der ein eigener Vertrag sinnvoll ist — bei Entgeltumwandlung mit Arbeitgeberzuschuss weniger. Die sinnvolle Rate ergibt sich nicht aus dem Produkt, sondern aus deiner Lücke und der Restlaufzeit: im Beispiel dieser Seite 321 € bei 29 Jahren. Größenordnung aus der Beratungspraxis, kein Angebot.
Eine Orientierung, kein Angebot. Was du zahlst, hängt von deinen Angaben ab — der genaue Beitrag steht erst im Vorschlag, und der kostet nichts.
Was den Beitrag bestimmt
- →Höhe der Lücke — sie bestimmt das Kapitalziel, nicht der Vertrag
- →Jahre bis zur Rente: doppelte Zeit heißt etwa halbe Rate
- →Angesetzte Rendite und Inflation — beides Annahmen, keine Zusagen
- →Förderung: Zulagen und Arbeitgeberzuschuss senken den Eigenanteil
- →Garantieniveau — mehr Sicherheit kostet Rendite und damit Beitrag
- →Kosten des Vertrags: ein Prozentpunkt Gebühr kostet über 30 Jahre rund 17 % des Endkapitals
Häufige Fragen
Was Leute mich zu Altersvorsorge fragen.
Die Fragen, die im Beratungsgespräch wirklich kommen — kurz beantwortet.
Wie viel muss ich für die Rente sparen?
Das hängt an deiner Lücke und der Restlaufzeit, nicht am Produkt. Das Beispiel aus dem Rechner: 38 Jahre alt, 48.000 € brutto, Rente mit 67 — die Lücke liegt bei 681 € monatlich in heutigem Geld. Um sie bis Alter 90 zu schließen, braucht es rund 150.500 € Kapital, was bei 4 Prozent Rendite und 2 Prozent Inflation etwa 321 € monatlicher Sparrate entspricht. Wer zehn Jahre später anfängt, zahlt deutlich mehr. Rechne deinen eigenen Fall — die Zahl steht in dreißig Sekunden da.
Was ist besser: Riester, Rürup, bAV oder ETF?
Es gibt keine allgemeine Antwort, weil die Förderung von deiner Situation abhängt. Grob: Riester bei Familien mit Kindern, weil die Zulagen einkommensunabhängig sind. Rürup bei Selbstständigen mit hoher Steuerlast. Betriebsrente, wenn der Arbeitgeber ordentlich zuschießt — mindestens 15 Prozent sind Pflicht. ETF-Sparplan, wenn Beweglichkeit wichtiger ist als Förderung und du Schwankungen aushältst. Oft ist eine Kombination richtig. Wichtig ist, dass du verstehst, warum du was hast.
Ist die gesetzliche Rente sicher?
Die Auszahlung ja — das Umlagesystem ist politisch gesichert und die Ansprüche sind eigentumsähnlich geschützt. Unsicher ist die Höhe im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten. Das Sicherungsniveau von 48 Prozent ist derzeit bis 2031 gesetzlich festgeschrieben (§ 154 Abs. 3 SGB VI). Was danach kommt, weiß niemand. Ein Vorteil bleibt ihr trotzdem: Sie wird an die Lohnentwicklung angepasst und wächst damit mit der Inflation — das kann kein privater Vertrag mit fester Rente.
Warum rechnet dein Rechner mit kleineren Zahlen als andere?
Weil er in heutiger Kaufkraft rechnet und die Inflation von der Rendite abzieht. Beispiel: 130 € Sparrate über 45 Jahre ergeben bei 4 Prozent nominal rund 196.000 € — das klingt gut, kauft aber nur so viel wie heute 112.500 €. Rechnet man die spätere Rente aus dem nominalen Betrag, kommen 888 € heraus statt der realistischen 509 €. Solche Rechner melden „Lücke geschlossen“, während real mehr als die Hälfte offen ist. Kleinere Zahlen sind hier das ehrlichere Ergebnis, nicht das pessimistischere.
Ich bin 50. Ist es zu spät?
Nein, aber der Weg ist ein anderer. Bei 17 Jahren Restlaufzeit spielt der Zinseszins eine kleinere Rolle — er trägt dann nur noch etwa ein Zehntel statt ein Drittel. Dafür werden Steuervorteile, Förderung und garantierte Bausteine wichtiger. Auch Sonderzahlungen in die gesetzliche Rente können sich lohnen, um Abschläge auszugleichen; sie sind absetzbar und erhöhen eine inflationsgeschützte Rente. Das rechnen wir konkret durch.
Was bringt mir die Renteninformation der Rentenversicherung?
Sie ist die genaueste Grundlage, die du hast — du bekommst sie jährlich ab 27 Jahren und fünf Beitragsjahren. Darin stehen deine bisher erworbenen Entgeltpunkte und eine Prognose. Bring sie zum Termin mit, dann wird die Berechnung exakt statt geschätzt, und im Rechner kannst du sie direkt eintragen. Wenn du sie nicht findest, kannst du sie kostenlos neu anfordern.
Was steht in der Standmitteilung meines Vertrags — und was heißt das?
Dort steht eine garantierte Rente ab einem bestimmten Jahr, zum Beispiel „ab 2056: 300 € monatlich“. Das ist ein nominaler Zukunftsbetrag. Bei 2 Prozent Inflation entsprechen 300 € im Jahr 2056 rund 169 € heutiger Kaufkraft. Deshalb rechnet der Rechner solche Werte auf heutiges Geld herunter und zeigt dir beide Beträge — sonst mischt die Rechnung zwei Geldeinheiten und die Vorsorge sieht größer aus, als sie kaufen kann.
Muss ich meine Daten angeben, um die Lücke zu berechnen?
Nein. Der Rechner läuft vollständig in deinem Browser, es wird nichts übertragen und nichts gespeichert. Du siehst dein Ergebnis sofort. Nur wenn du die Auswertung als Mail zum Ausdrucken haben möchtest, brauche ich eine Adresse — das ist freiwillig.
Passt dazu
Was du dazu wissen solltest.
- Betriebsrente (bAV)→Der Weg, bei dem Nichtstun am meisten kostet: Mindestens 15 Prozent Arbeitgeberzuschuss sind bei Entgeltumwandlung Pflicht, soweit der Arbeitgeber Sozialabgaben einspart. Dazu spart der Beitrag Steuern.
- Geldanlage→Vorsorge ist nicht nur Rente. Die Reihenfolge entscheidet: erst Notgroschen, dann die großen Risiken absichern, dann langfristig aufbauen.
- Lebensversicherung→Vor allem für Altverträge: Policen von vor 2005 haben oft vier Prozent Garantiezins und steuerfreie Erträge — die kündigt man nicht, die prüft man.
- Risikolebensversicherung→Der Todesfallschutz für die Familie gehört nicht in einen Sparvertrag. Getrennt ist er günstiger, klarer und einzeln anpassbar — und die Summe lässt sich ausrechnen statt schätzen.
- Berufsunfähigkeit→Vorsorge nützt nichts, wenn das Einkommen vorher wegfällt: Wer berufsunfähig wird, kann keine Sparrate zahlen und sammelt kaum noch Entgeltpunkte. Deshalb kommt die BU vor dem Vermögensaufbau.
- Rentenlücken-Rechner→Die Zahl, um die es auf dieser Seite geht — mit echter Rentenformel, Abzug von Kranken-, Pflegeversicherung und Steuer, Inflations-Regler und offenem Rechenweg.
Nächster Schritt
Ruf einfach an. Ich geh ran.
Und wenn ich beim Kunden bin, ruf ich zurück. Die Erstberatung kostet nichts, auch wenn du danach nichts abschließt. Wenn du gut abgesichert bist, sage ich dir das — das kommt öfter vor, als du denkst.
0821 66600666



